Kosten: 56 Std. | 1.350 €

Zertifizierung: 56 CME-Punkte

Fachgebundene Zusatzbezeichnung Psychotherapie Tiefenpsychologisch:
Die laufende Ausbildung ist leider ausgebucht! Start der neuen Ausbildungsreihe Herbst 2018
Referenten: Wechselnde Referenten


Kursbeschreibung „Zusatzbezeichnung Psychotherapie Tiefenpsychologisch“:

Im Mai 2003 wurde auf dem 106. Deutschen Ärztetag eine neue Musterweiterbildungsordnung beschlossen.

Die neue Zusatzweiterbildung fachgebundene Psychotherapie für Ärzte ist im Vergleich zur alten Zusatzbezeichnung ‚Psychotherapie‘ vom Inhalt und Umfang deutlich reduziert worden (z. B. kein Psychiatriejahr, kein zweites therapeutisches Verfahren). Dadurch wird der Erwerb dieser Zusatzweiterbildung in begrenztem zeitlichem und finanziellem Umfang für viele Ärzte möglich.

Die Zusatzweiterbildung fachgebundene Psychotherapie baut auf den Grundkenntnissen und Fertigkeiten, die in den Kursen zur Psychosomatischen Grundversorgung erworben wurden, auf. Ziel ist der Erwerb einer eigenen psychosomatischen/ psychotherapeutischen Kompetenz in der Diagnostik und Therapie psychischer und psychosomatischer Störungen und Probleme, wie sie in dem jeweiligen Fachgebiet auftreten.

Während die neue Weiterbildungsordnung mittlerweile in fast allen Ärztekammern in Kraft getreten ist, gibt es bisher noch keinen Beschluss darüber, wie die erbrachten Leistungen abzurechnen sind. Nach dem jetzigen Stand können die erbrachten psychosomatischen und psychotherapeutischen Leistungen wie bisher über die Richtlinienpsychotherapie vergütet werden.

Definition:

Die Zusatzweiterbildung fachgebundener Psychotherapie umfasst in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz die Vorbeugung, Erkennung und psychotherapeutische indikationsbezogene Behandlung von Erkrankungen des jeweiligen Gebietes, die durch psychosoziale Faktoren und Belastungsreaktionen mit bedingt sind.

Voraussetzung für die Teilnahme an der Weiterbildung ärztlicher Psychotherapeut:

  • Ärzte in Weiterbildung und Fachärzte in Klinik und Praxis
  • der vorherige Besuch des Kurses Psychosomatische Grundversorgung
  • Balint: In der Regel sind die Balintstunden durch die Psychosomatische Grundversorgung abgedeckt. Im Einzelfall können diese auch bei unseren Referenten dazugebucht werden.


Besonderheiten:

Enge inhaltliche und personelle Verknüpfung mit dem Kurs Psychosomatische Grundversorgung.


Inhalte der Zusatzweiterbildung „fachgebundene Psychotherapie – Zusatzbezeichnung ‚Psychotherapie‘“:

  • 120 Stunden theoretische Weiterbildung
  • 15 Doppelstunden Fallseminar
  • 16 Doppelstunden Entspannungsverfahren
  • 100 Stunden Selbsterfahrung
  • 120* Stunden psychodynamisch/tiefenpsychologisch supervidierte Psychotherapie, davon 3 abgeschlossene Fälle (* in Baden-Württemberg 240 Stunden)

Alle Inhaltsbereiche bis auf die supervisierten psychotherapeutischen Einzelbehandlungen und Erstuntersuchungen sowie Balintarbeit sind Inhalt des angebotenen Kurses.

Zwischen den einzelnen Blöcken finden zusätzlich einzelne Wochenendseminare in Gießen statt, um einen kontinuierlichen Selbsterfahrungsprozess zu gewährleisten.

Supervision:

Die Supervision der Behandlungsstunden sollte kontinuierlich, dass heißt, nach mindestens 4 Behandlungsstunden gerne per Skype erfolgen. Nach Rücksprache mit den Kursleitern kann diese auch durch qualifizierte Supervisoren am Heimatort erfolgen.

Didaktik:

Unsere Kurse ‚Weiterbildung ärztlicher Psychotherapeut‘ zeichnen sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von Wissensvermittlung, praktischen Übungen und Selbsterfahrung aus. Jedes Thema wird durch Übungen belebt. Das notwendige Hintergrundwissen erhalten Sie in Form von Kurzvorträgen und Materialien. Durch Patienten-Live-Gespräche erleben Sie die Arbeit und den Stil der Kursleiter.

Die konkreten Fertigkeiten der therapeutischen Gesprächsführung und Beziehungsgestaltung ziehen sich als roter Faden durch die gesamte Weiterbildung ärztlicher Psychotherapeut. Besonderen Wert legen wir auf die Selbsterfahrung und die damit verbundene Sensibilisierung der Arztpersönlichkeit für Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse im ärztlichen Alltag.

In den 4 Seminarblöcken werden u.a. folgende Themen behandelt:

  • Erkennen und Behandeln von Angststörungen, Psychopharmaka
  • Erkennen und Behandeln von Depressionen
  • fachspezifische Themen, wie: Psychosomatische Krankheitsbilder in der Gynäkologie und Allgemeinmedizin und anderen Fachgebieten, Somatoforme Störungen, Traumafolgestörungen
  • Erkennen und Behandeln von Suchterkrankungen, Sexualstörungen, Persönlichkeitsstörungen sowie psychiatrisches Basiswissen und Basiswissen in der Psychoonkologie.

Die Themen sind jeweils Aufhänger für die Vermittlung von Theorie, praktischen Fertigkeiten und für die Selbsterfahrung. Die einzelnen Blöcke können aus didaktischen Gründen nur in der angebotenen Reihenfolge absolviert werden.

Die Querschnittsbereiche umfassen die Themen:

  • Arzt-Patienten-Gespräch, Arzt-Patient-Beziehung, Übertragung – Gegenübertragung, Passung
  • Entwicklungspsychologie, Bio-psycho-soziales Krankheitsverständnis
  • Psychodynamische Diagnostik und Therapieplanung
  • Interventionstechniken – Erstellung eines Kassenantrags
  • Familien- und Paartherapie – systemische Interventionen


Mindestteilnehmerzahl:
10 Personen
Höchstteilnehmerzahl: 25 Personen