Wir bieten 2 Ausbildungsreihen an:
tiefenpsychologisch und verhaltenstherapeutisch!

Kosten: 56 Std. | 1.350 €
Zertifizierung: 56 CME-Punkte

Referenten (tiefenpsychologisch): Prof. Dr. Leweke, Frau Dr. Singer
Referentin (verhaltenstherapeutisch): Frau Prof. Dr. Claudia Schulte-Meßtorff

Eine Vorschau auf die neuen Seminartermine 2019 finden Sie am Ende der Seite!


Kursbeschreibung Zusatzbezeichnung Psychotherapie „tiefenpsychologisch„:

Im Mai 2003 wurde auf dem 106. Deutschen Ärztetag eine Änderung der Musterweiterbildungsordnung beschlossen und die Zusatzbezeichnung Psychotherapie durch die Zusatzweiterbildung fachgebundene Psychotherapie ersetzt. Für Ärzte ist diese im Vergleich zur alten Zusatzbezeichnung ‚Psychotherapie‘ vom Inhalt und Umfang deutlich reduziert worden (z. B. kein Psychiatriejahr, kein zweites therapeutisches Verfahren). Dadurch wurde der Erwerb dieser Zusatzweiterbildung in begrenzterem zeitlichem und finanziellem Umfang für viele Ärzte möglich. Auf dem Ärztetag im Mai 2018 wurde die Wiedereinführung der „alten“ Zusatzbezeichnung Psychotherapie beschlossen. Die einzelnen Landesärztekammern sind nun mit der Umsetzung und der Festschreibung der geforderten Inhalte beschäftigt.

Die Zusatzweiterbildung fachgebundene Psychotherapie baut auf den Grundkenntnissen und Fertigkeiten, die in den Kursen zur Psychosomatischen Grundversorgung erworben wurden, auf. Ziel ist der Erwerb einer eigenen psychosomatischen / psychotherapeutischen Kompetenz in der Diagnostik und Therapie psychischer und psychosomatischer Störungen und Probleme, wie sie in dem jeweiligen Fachgebiet auftreten.

Voraussetzung für die Teilnahme an der Weiterbildung ärztlicher Psychotherapeut:

  • Ärzte in Weiterbildung und Fachärzte in Klinik und Praxis
  • Nachweis der Psychosomatische Grundversorgung
  • Balint: In der Regel sind die Balintstunden durch die Psychosomatische Grundversorgung abgedeckt (abweichende Regelungen klären Sie bei Ihrer LÄK).


Besonderheiten:

Die Einteilung in die Selbsterfahrungsgruppen erfolgt durch die Gruppenleiter nach einem persönlichen Gespräch. Sollte während des Kurses der Verdacht entstehen, dass die Stabilität des Teilnehmers oder auf Dauer ein konstruktiver Gruppenprozess gefährdet sind, erfolgt die Empfehlung einer externen spezifischen Selbsterfahrung z.B. in Wohnortnähe.

Inhalte der Zusatzweiterbildung „fachgebundene Psychotherapie‘‘ in Hessen:

  • 120 Stunden theoretische Weiterbildung
  • 15 Doppelstunden Fallseminar
  • 16 Doppelstunden Entspannungsverfahren
  • 100 Stunden Selbsterfahrung
  • 120 Stunden psychodynamisch/tiefenpsychologisch supervidierte Psychotherapie, davon 3 abgeschlossene Fälle


(abweichende Inhalte der einzelnen LÄK, z.B. Berlin, Bayern oder Baden-Württemberg, entnehmen Sie bitte der für Sie gültigen Weiterbildungsordnung
)

Alle Inhaltsbereiche bis auf die supervidierten psychotherapeutischen Einzelbehandlungen und Erstuntersuchungen sowie die Balintarbeit sind Inhalt des angebotenen Kurses.

Um einen kontinuierlichen Weiterbildungsprozess zu gewährleisten finden zwischen den vier Wochenblöcken auf Mallorca Wochenendseminare in Gießen statt (6 Wochenenden in 2 Jahren). Diese beinhalten neben der Fortführung der Selbsterfahrung die Vertiefung der Kommunikationsfähigkeit und der psychosomatischen Gesprächsführung, sowie die Vermittlung der Grundlagen des Biofeedback und der Achtsamkeit sowie die Durchführung von Fallseminaren.

Supervision:

Fertigkeiten der Behandlungstechnik erwerben Sie in der supervidierten Behandlung eigener Patienten.

Die Supervision der Behandlungsstunden soll kontinuierlich, das heißt, nach mindestens jeder 4. Behandlungsstunden erfolgen. Nach Rücksprache mit den Kursleitern kann diese durch anerkannte Supervisoren (LÄK) am Heimatort erfolgen. Die Kosten für die Supervision sind nicht eingeschlossen.

Didaktik:

Unsere Kurse ‚Zusatzweiterbildung fachgebundene Psychotherapie‘ zeichnen sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von Wissensvermittlung, praktischen Übungen und Selbsterfahrung aus. Viele Themen werden durch Übungen belebt. Das notwendige Hintergrundwissen erhalten Sie in Form von fundierten Vorlesungen und praktischen Übungen.

Die konkreten Fertigkeiten der therapeutischen Gesprächsführung und Beziehungsgestaltung ziehen sich als roter Faden durch die gesamte Weiterbildung. Besonderen Wert legen wir auf die Selbsterfahrung und die damit verbundene Sensibilisierung der Arztpersönlichkeit für Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse im ärztlichen Alltag.

In den 4 Seminarblöcken werden u.a. folgende Themen behandelt:

Block 1:
Grundlagen der Emotionsverarbeitung, Grundbegriffe der psychodynamischen Psychotherapie, Geschichte der Psychoanalyse, Übertragungs- / Gegenübertragungsgeschehen, Psychische Abwehrmechanismen, Psychopathologischer Befund, Einführung in die psychodynamische Gesprächsführung, Traumafolgestörungen, Grundlagen der Verhaltenstherapie

Block 2:
Konfliktmodell nach Freud, Konversionsmechanismen, Entwicklungspsychologie, Dissoziative Störungen, Konfliktachse der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD-2), Somatoforme Störungen, Essstörungen, Bindungstheorie

Block 3:
Strukturachse der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD-2), Persönlichkeitsstörungen incl. Borderlinestörungen

Block 4:
Affektive Störungen incl. peripartale Depression, Angsterkrankungen, Zwangsstörungen, Psychopharmakotherapie, Testpsychologie, Psychoonkologie, Psychosomatik des Alters, chronische Schmerzstörungen, psychiatrisches Basiswissen

Anm.: Die Reihenfolge der Themen kann aus didaktischen Gründen variieren. Die einzelnen Blöcke können nur in der angebotenen Reihenfolge absolviert werden.

Unsere Weiterbildung ist von der LÄK Hessen anerkannt. Aufgrund der unterschiedlichen Regelungen auf Landesebene empfehlen wir vor Buchung eine individuelle Beratung bei Ihrer zuständigen Ärztekammer.   

Mindestteilnehmerzahl: 12 Personen | Höchstteilnehmerzahl:  24 Personen



Kursbeschreibung Zusatzbezeichnung Psychotherapie „verhaltenstherapeutisch“:

Verhaltenstherapie zielt auf die Veränderung konkreten Problemverhaltens unter Nutzung der Lerntheorie und Erkenntnisse der kognitiven Psychologie. Das Problemverhalten wird auf den Ebenen der Emotion, des Denkens, der Physiologie und des konkreten motorischen Verhaltens analysiert und es wird gemeinsam mit den Klienten ein Störungsmodell entwickelt aus dem die Therapieziele und die therapeutischen Ansatzpunkte abgeleitet werden. Das Erleben und Verhalten im aktuellen Lebenskontext wird dabei besonders beachtet: Die biographische Anamnese wird herangezogen, um die Lerngeschichte des Individuums plausibel zu erklären, aber in der Regel steht die Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen und Bezugspersonen im Vordergrund.

Das Seminar vermittelt die verhaltenstherapeutische Störungstheorie, diagnostische Fähigkeiten und therapeutische Basisfertigkeiten. Die Theorie umfasst 120 Stunden. Zusätzlich sind 100 Stunden Selbsterfahrung zu absolvieren, sowie Fallseminare, Balintarbeit, Entspannungsverfahren, Erstuntersuchungen und Therapiefälle unter Supervision. Theorie, Balint, Selbsterfahrung und Entspannung können derzeit angeboten werden. Die Supervision sollte möglichst wohnortnah von den Ausbildungskandidaten selbst organisiert werden. Bitte beachten Sie, dass die Regelungen von Ärztkammer zu Ärztekammer unterschiedlich sein können, es empfiehlt sich immer die Prüfung der Inhalte der WBO im eigenen Kammerbereich.

Unter folgendem Link finden Sie die Musterweiterbildungsordnung (Kursbuch) der Bundesärztekammer >>>

WichtigDie Ärztekammern in Deutschland sind gehalten, Weiterbildungen, die von der Ärztekammer des zuständigen Bundeslandes anerkannt sind, ebenfalls anzuerkennen. Das sagt auch die aktuelle Entscheidungspraxis der Gerichte.
Wir müssen aber darauf hinweisen, dass letztlich jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer sich bei der für sie / ihn zuständigen Kammer informieren muss, ob besondere Regelungen einzuhalten sind oder besondere Auflagen bestehen.
Wir haben das Curriculum nach bestem Wissen und Gewissen so ausgestaltet, dass es bundesweit (mit Ausnahme Berlin) anerkannt werden sollte, können aber dafür nicht haften!


Vorschau Termine 2019 (tiefenpsychologisch):

23.03. – 30.03.19  |  BLOCK II        Mallorca | Illetas / Hotel RIU Bonanza Playa
12.10. – 19.10.19  |  BLOCK III       Mallorca | Illetas / Hotel RIU Bonanza Playa


Vorschau Termine 2019 (verhaltenstherapeutisch ):

09.03. – 16.03.19  |  BLOCK III        Mallorca | Illetas/Hotel Bonsol
19.10. –26.10.19  |  BLOCK IV       Mallorca | Illetas/Hotel Bonsol